top of page

kreative Etappen Teil IV - gemischte Doppelbelichtung

  • 16. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 17. Feb.


Überblick


"gemalt mit Licht"

gemalt mit Licht-Fotokunst online kaufen

ISO 100 - 100mm

f 36 - 1s + f8 - 1/300

Inspiration & Faszination: ein Fenster zur Welt hinter der Welt

Mit diesem vorerst letzten Teil der kreativen Etappen betrachte ich die gemischte Doppelbelichtung. Hier bleibt die Realität erhalten, wird aber von einem zarten Hauch von Phantasie überzogen. Anders als in den vorherigen Etappen, in denen Verfremdung und Überraschungseffekte die Hauptrolle spielten (siehe Teil I, II & III), eröffnet dieser Ansatz eine neue Perspektive: Die Realität wird zur Bühne, auf der sich ein Wechselspiel zwischen dem Sichtbaren und einem kaum greifbaren Schimmer von Phantasie entfaltet.

In gewisser Weise ist es eine subtilere, aber tiefere Ebene der Verwandlung, die in der Realität selbst verwurzelt bleibt – als eine Art Spiegel, der zeigt, dass jede Betrachtung, jeder Moment, eine eigene, lebendige Phantasie in sich birgt. So wird das vermeintlich Bekannte zum Spannungsfeld.

Dieses Fenster in eine 'Welt hinter der Welt' eröffnet unendliche Möglichkeiten, einen eigenen, verzaubernden Blick auf das Sichtbare zu werfen.

Entstehung des Bildes

Während eines ausgedehnten Fotospaziergangs im Sommer 2020 entstand dieses Bild als Letztes der Tour – und zugleich als erstes seiner Art. Die Idee kam mir ganz spontan: den scheinbar unscheinbaren Stamm durch eine doppelte Perspektive quasi durch sich selbst ins rechte Licht zu rücken.

Im additiven Mehrfachbelichtungsmodus nahm ich zuerst den Stamm in einer klassischen, scharfen Aufnahme auf, dann folgte eine zweite, freie Langzeitbelichtung des gleichen Motivs, bei der ich die Kamera kontrolliert senkrecht nach unten zog, um diese geheimnisvollen Streifen zu erzeugen.


Das Prinzip, etwas durch sich selbst zu verzaubern, faszinierte mich.

Belichtung

Da ich das Bild tagsüber aufgenommen habe, musste ich die erste Aufnahme gezielt unterbelichten, um Raum für die Helligkeit der zweiten Langzeitbelichtung zu schaffen. Hier habe ich mich an den Angaben des Belichtungsmessers orientiert.

Im letzten Artikel bin ich bereits auf das Thema Belichtungszeit bei Doppel- und Mehrfachbelichtungen eingegangen (siehe Abschnitt "Technischer Teil und Tipps zur Mehrfachbelichtung" Artikel kreative Etappen Teil III).

Schlussgedanken zu den kreativen Etappen: Entdeckungsreise ins Ungewisse

Das Experimentieren mit verschiedenen Techniken bedeutet für mich, die Welt immer wieder neu zu entdecken. In diesen vier Etappen haben Spontanität und Intuition das Fotografieren für mich lebendig gemacht. Es war spannend, diese Etappen noch einmal zu durchlaufen.


  • Etappe I: Spiegelung unscheinbarer Details und kreative Muster.

  • Etappe II: Abstrakte Lichterwelten durch freie Langzeitbelichtung.

  • Etappe III: Die Verschmelzung verschiedener Realitätsebenen.


Auf diesem Weg hat mich besonders der Reiz des Ungewissen gefesselt – das Gefühl, selbst nicht genau zu wissen, wie das Endergebnis aussehen wird.

zurück zur Realität

In den ersten Etappen habe ich völlig neue Welten entdeckt. In dieser letzten Etappe bin ich dazu übergegangen, nur noch ein Fenster in diese faszinierende Welt hinter unserer Welt zu öffnen, während der Anker in unserer Realität bleibt.

Diese Reise hat mir erneut gezeigt, wie bereichernd die Fotografie sein kann. Oft sind es die unerwarteten Momente, die die größte Magie entfalten. Ob es das Spiel mit dem Licht oder die Dehnung der Zeit war – jede Phase hat ihren eigenen Zauber, der nur darauf wartet, entdeckt zu werden.

Ein Blick auf die Bilderauswahl

Für die Etappen II, III und IV habe ich mich bewusst entschieden, das jeweils erste Bild zu wählen, das ich zu diesem Thema gemacht habe. Ich wollte diesen Moment sichtbar machen, in dem die neue Welt zum ersten Mal „Hallo“ gesagt hat. Bei Etappe I entschied ich mich hingegen für das Bild des „Ankommens“ – das letzte Bild dieser Reihe. Während diese Phase ganz spielerisch mit der Handykamera begann und das pure Erleben im Vordergrund stand, wollte ich hier das Bild zeigen, das für mich den Abschluss dieser Entwicklung markiert.


Wer aber neugierig auf den ganz frühen Ursprung ist: hier geht´s zum allerersten Schnappschuss von Etappe I.


In meinem ersten Blogeintrag zeige ich diesen allerersten, inspirierten Handyschnappschuss – das ganz zarte, allererste ‚Hallo‘ dieser Reise.


Kommentare


bottom of page